
Zwischen der Ostküste Istriens und den Gebigsketten des Festlands erstreckt sich das Kvarner genannte Meeresbecken mit seinen großen und kleinen Inseln. Die Inseln und ihre Gebirgszüge verlaufen parallel zu den Bergketten auf dem Festland. Die Festlandküste der Kvarnerbucht wird auch "Kroatisches Küstenland" genannt, weil sie von jeher zum eigentlichen historischen kroatischen Staat gehört hat. Sie bildet einen relativ schmalen Saum zwischen dem Meer und den steilen Abhängen der karstigen Küstengebirge Kapela und Velebit. Mildes Klima, Strände im Schatten duftender Kiefernwälder, blühender Oleander, malerische Städte, Dörfer hoch oben auf Felsklippen und gastfreundliche Einheimische sind die Markenzeichen für die Region. Viele Küstenstädte beeindrucken durch ihre italienische Erscheinung, ein Erbe der jahrhundertelangen venezianischen Herrschaft. Vor Ausbruch des Jugoslawienkrieges waren Istrien und die Kvarner ein Lieblingsziel der Deutschen. Es mag zwar etwas zynisch klingen, aber für die Kroaten steckte in der Krise auch ein Chance. Ein gründliches Umdenken im Bereich Tourismus fand statt. Neue Wege wurden eingeschlagen: weg vom Massentourismus und hin zu mehr Individualität. So ist die Region heute reizvoller denn je.
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