
Quelle: www.Ilmenau.de
Das Ilmenauer Rathaus ist durch mehrere Bauphasen geprägt. So stammen das schöne Renaissanceportal und die Erkerkonsolen noch aus dem Jahre 1625. Sie haben den Flammen des Stadtbrandes von 1752 widerstanden. Der sonst barocke Rathausbau entstand in den Jahren 1768 bis 1786. Um 1900 reichte er für die Verwaltung der Stadt nicht mehr aus, und so wurden dem alten Rathaus noch 3 weitere Flügel hinzugefügt, die 1902 fertiggestellt waren. 1996 wurde der Rathausplatz umgestaltet und pünktlich zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes fertiggestellt. Rechts vom Rathaus befindet sich das Amtshaus.

Quelle: www.Ilmenau.de
Das Ilmenauer Amtshaus ist ein stattliches spätbarockes Gebäude aus den Jahren 1753 bis 1756. Auf den Vorgängerbau von 1616 bezieht sich die Jahreszahl im Giebel des Hauses mit dem Henneberger Vollwappen, die Bauherrin war damals eine verwitwete Gräfin Sophie von Henneberg. Sie verkaufte es bald, und schon um 1634 wird es als herrschaftliches Wohn- und Amtshaus genannt.
Im ersten Obergeschoss wohnten einst die Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach, wenn sie in ihrem Amte Ilmenau weilten - daher stammt die Bezeichnung "Schloss". In den Räumen der ehemaligen herzoglichen Wohnung haben sich die originalen Stuckdecken und Fußböden von 1756 bis heute erhalten. Berühmtester Besucher war Johann Wolfgang von Goethe, dem eine kleine Gedenkstätte im 1. Obergeschoss des Hauses gewidmet ist. Hier beginnt der "Goethewanderweg".
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag, 9:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr
Mit Gänsekiel und Tinte - Einblick in die Entwicklung der alten deutschen Schrift und praktische Schreibübungen in einem vorbereiteten Schulheft. Besonderes Angebot für Schüler ab der 3. Klasse.
Ort: Museum im Amtshaus, Am Markt 1
Gruppe: max. 25 Personen
Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 2,50 Euro p. Kind
Das eigene Bild als Schatten - Einblick in diese beliebte Bildkunst der Goethezeit. Herstellung des eigenen Portraits in Originalgröße und dessen Verkleinerung. Besonderes Angebot für Schüler ab der 3. Klasse.
Ort: Museum im Amtshaus, Am Markt 1
Gruppe: max. 15 Personen
Dauer: 2 Stunden
Preis: 2,50 Euro p. Kind

Quelle: www.Ilmenau.de
Eine gute Stunde Fußweg braucht der Wanderer bis zum 861 m hohen Gipfel des Kickelhahns. Seinen Namen hat der Berg wohl vom Auerhahn, der einst in dieser Gegend gejagt wurde. Präparierte Exemplare dieses selten gewordenen Vogels sind im Jagdhaus Gabelbach, einige hundert Meter unterhalb des Gipfels gelegen, noch zu sehen.
Auf der Höhe des Berges ermöglicht der 24 m hohe Aussichtsturm einen herrlichen Rundblick über den Thüringer Wald und dessen Vorland.

Quelle: www.Ilmenau.de
Es wird vermutet, dass am Ende des 15. Jahrhunderts eine spätgotische Hallenkirche an diesem Platz stand. Zwei Brandkatastrophen im 17. Jahrhundert brachten Zerstörung und veränderten Wiederaufbau. Die schlimmsten Schäden entstanden 1752. Bei der Wiedererrichtung folgte man den Plänen Krohnes. Im Kircheninneren finden wir eine barocke Neugestaltung. Im Jahre 1996 wurde versuchsweise am Nordportal die ursprüngliche Farbgestaltung aufgebracht. Die Restaurierungsarbeiten werden fortgesetzt.

Quelle: www.Ilmenau.de
Auf dem Wetzlarer Platz zieht seit dem 29. September 2004 ein auf der Welt wohl einmaliges Objekt die Blicke der Passanten auf sich - ein Liquid-Chronometer. Als Symbol für die lange Tradition der Ilmenauer Glasindustrie wurde diese interessante Zeitanzeige durch den Verein Ilmenauer Glastradition e.V. unter Mitwirkung zahlreicher Firmen, Einrichtungen und Privatpersonen angefertigt und der Stadt Ilmenau übergeben.
Funktion des Liquid-Chronometer:
3 Glasrohre mit den Durchmessern 150, 90 und 22 mm und einer Länge von 2.500 mm werden zeitabhängig von unten mit einer frostsicheren Flüssigkeit gefüllt. An einer zwischen den Rohren für Stunden und Minuten angeordneten Skala kann entsprechend dem Flüssigkeitsstand die Zeit abgelesen werden.
Der Flüssigkeitsstand im Minutenrohr verändert sich kontinuierlich mit zwischenzeitlichen Korrekturen. Nach Ablauf einer Stunde wird die Flüssigkeit auf den Skalenbeginn abgelassen.
Der Flüssigkeitsspiegel im Stundenrohr wird nach jeweils einer Stunde um einen weiteren Skalenteil gehoben. Nach 24 Stunden wird die Flüssigkeit ebenfalls auf den Skalenbeginn abgelassen.
Am Sekundenrohr kann man nicht die einzelnen Sekunden, sondern nur den Ablauf von 60 Sekunden - der Moment des Abfalls des Flüssigkeitsspiegels - ablesen.
Das Liquid-Chronometer wird von einer Funkuhr gesteuert, so dass eine exakte Zeitanzeige einschließlich der Umstellung auf mitteleuropäische Sommerzeit bzw. mitteleuropäische Zeit gewährleistet ist.
Die Steuerung erfolgt mittels einer extra entwickelten Software, einem speziellen Messsystem für die Bestimmung der Höhe des Flüssigkeitsspiegels und entsprechender Pumpensysteme, die computergesteuert die vorgegebene Menge an Flüssigkeit zuführen. Zum Ablassen oder zur Höhenkorrektur des Flüssigkeitsspiegels dienen Magnetventile.
In der Brunnenkammer unter dem Chronometer sind ein ca. 150 Liter fassender Flüssigkeitsbehälter, die Pumpensysteme und der Schaltschrank für die Steuerung
untergebracht.

Quelle: www.Ilmenau.de
Am Ende der Friedrich-Hofmann-Straße Richtung Wetzlarer Platz finden wir die Ilmenauer Thermometersäule. Sie steht als Wahrzeichen für die in und um Ilmenau angesiedelte Glasindustrie. Quarzsande für die Schmelze und Holz als Heizmaterial und zur Aschegewinnung waren vorhanden. 1648 gründete der Glasmeister Hans Holland die erste Glashütte in Stützerbach. Es war eine Nebenhütte der Gehlberger Hütte, welche Hans Holland und David Schmidt zuvor gegründet hatten. 1675 wurde im Auftrag von Herzog Johann Ernst zu Sachsen-Weimar die erste Ilmenauer Glashütte gegründet, doch nach dem Tod des Glasmachers Elis Wenzel im Jahre 1679 wieder geschlossen. Auch der zweiten Ilmenauer Glashütte (1731) im Auftrag Herzogs Ernst August war kein Erfolg beschieden. Es gab Schwierigkeiten, Glas von hoher Qualität zu produzieren. J.W. Goethe bezog die Glasinstrumente für seine Studien aus Paris.
Gegenüber der Apotheke und ihrem Brunnen steht ein dominierendes Gebäude, welches zu den geschichtsträchtigsten Häusern der Stadt zählt. Über Jahrhunderte bot es den Einkehrenden Kost und Logis, als Gaststätte noch bis in die 1980er. Es war die alte Posthalterei, die Poststation der Grafen von Thurn und Taxis. Hier wohnte 1801/02 Corona Schröter, gefeierte und hochbegabte Sängerin und Schauspielerin der Goethezeit. Sie starb 1802 im Alter von 51 Jahren. Heute gibt es im Erdgeschoss des Hauses eine Verkaufseinrichtung.

Quelle: www.Ilmenau.de
Die "Alte Försterei" wurde um 1740 erbaut. Sie ist eines der ältesten Gebäude im Stadtzentrum und Teil der beim großen Stadtbrand 1752 zerstörten Schlossanlage. Goethe weilte 1813 und 1831, jeweils zu seinem Geburtstag am 28. August, in der "Alten Försterei", der Dienstwohnung des damaligen Oberforstmeisters von
Fritsch.
Nach wechselhafter Geschichte wurde das Haus 1987 vom Kulturbund der DDR für die Tätigkeit der Fachgruppen sowie für Veranstaltungen genutzt. Seit 1991 wurde die "Alte Försterei" von der Stadt Ilmenau als Bürgerhaus und Zentrum vielfältiger kultureller Aktivitäten betrieben. Ab dem 1. Januar 2004 ging die Trägerschaft des Hauses an den Verein Kulturelle Koordinierung e.V. (Kuko) über.

Quelle: www.Ilmenau.de
Dieses stattliche Gebäude gehörte seit der Mitte des 18. Jahrhunderts der Familie Wenzel. Hier befand sich das alte kursächsische Postamt. Von 1798 bis 1804 wohnte Karl Ludwig von Knebel in diesem Haus. Er war Prinzenerzieher in Weimar und hatte 1774 auf einer Bildungsreise die erste Begegnung zwischen Carl August und Goethe herbeigeführt. Heute beherbergt das Haus die Ilmenau Information.